Kleintierpraxis
Dr. med. vet. Thomas Schuster

HUNDE UND KATZEN

Kastration - Sterilisation

Unter Kastration versteht man die operative Entfernung von Eierstöcken bzw. Hoden. Sie dient einerseits dazu, ungewünschte Fortpflanzung zu verhindern, andererseits beeinflusst sie Verhaltensweisen, die durch einen ständig hohen Spiegel von Geschlechtshormonen verursacht werden. Kastrierte Rüden werden untereinander verträglicher und Hündinnen werden nicht mehr von Rüden „belagert“. So verhilft die Kastration Mensch und Tier zu einem besseren, stressfreien Zusammenleben. Speziell die sogenannte Frühkastration der Hündin (mit 7 bis 8 Monaten bzw. vor der ersten Läufigkeit) senkt auch die Gesäugekrebsrate deutlich.

Sterilisation bedeutet die Unterbindung von Eileiter bzw. Samenstrang. Damit wird nur die Fortpflanzung verhindert. Alle sonstigen Aspekte (positive Beeinflussung des Verhaltens, Ausbleiben der Läufigkeit) fehlen somit. Daher wird bei Tieren die Sterilisation (im Gegensatz zum Menschen) kaum durchgeführt.